FACHÄRZTE FÜR UROLOGIE
IN BAD EMS

 

 
 

Beschwerden, die zum Urologen führen.


 
 
 
 

 

Symptome bei Erwachsenen

 

Unfreiwilliger Urinverlust

Kardinalsymptom der Speicherstörung der Harnblase ist der unfreiwillige Urinverlust, der objektiv nachweisbar ist. Aufgrund international geltender Richtlinien wird die Inkontinenz nach symptomatischen, klinischen und urodynamischen Kriterien klassifiziert.
D.h. eine Vielzahl von Untersuchungen müssen erfolgen, um die genaue Ursache des unwillkürlichen Urinverlustes zu finden. Erst nach exakter Diagnose und Abwägung der Differentialdiagnose kann ein Behandlungskonzept erarbeitet werden.

Diagnostik

  • Krankengeschichte (Anamnese)
  • Miktionsprotokoll
  • Körperliche Untersuchung
  • Labor- Urin- Hormonstatus
  • Harnblasenspiegelung
  • Röntgenuntersuchung
  • Blasendruckmessung (Urodynamik)

Therapie

  • Konservativ: Beckenbodengymnastik, Gewichtsreduktion, Medikamente
  • Operativ: Inkontinenzoperationen (z.B. TVT-Bändchen)  

 

Erektionsstörungen

Eine Erektionsstörung liegt dann vor, wenn es dem Betroffenen nicht möglich ist, eine für befriedigende sexuelle Aktivitäten ausreichende Erektion zu erlangen und aufrecht zu halten.
Die Symptome können auf die verschiedensten Arten erstmalig auftreten z.B.: Der Penis reagiert auf sexuelle Reize oder Stimulation kaum oder gar nicht.

  • Der Penis ist nicht steif genug, um Geschlechtverkehr auszuüben.
  • Die Erektion ist nur von kurzer Dauer und lässt nach, ohne dass es zum Orgasmus kommt.
  • Spontane nächtliche oder morgendliche Erektionen fehlen.

Treten ein oder mehrere dieser Anzeichen bei Ihnen öfter auf, sprechen Sie uns an, und wir werden diskret versuchen, Ihnen zu helfen.

Diagnostik

  • Einleitendes langes und vertrauliches Gespräch (Einzel- oder Paargespräch)
  • Körperliche Untersuchung
  • Labortests
  • Doppleruntersuchung der Blutverhältnisse am Penis
  • Im Bedarfsfall: Spezialuntersuchung mit erektionsfördernden Medikamenten (SKAT

Therapie

Was können Sie tun :

  • Sprechen Sie mit dem Partner
  • Verbessern Sie Ihren Lebensstil (z.B. weniger Rauchen, weniger Alkohol, Stressabbau)
  • Verbessern Sie Ihr seelisches Gleichgewicht
  • Steigern Sie Selbstwertgefühl

    Was können wir tun:

  • Medikamentöse Therapie (z.B. PDE-5 Hemmer/ SKAT-Spritzentherapie)
  • Gesprächstherapie (Sexualtherapie)
  • Verhaltenstherapie

    weitere Informationen hier:

 

Befindlichkeitsstörungen z.B. Abgeschlagenheit

Viele Männer ab dem 45. Lebensjahr sind nicht mehr so leistungsfähig und vital wie in den früheren Jahren. Einer der Ursachen für dieses 'Missempfinden’ könnte ein altersbedingter Hormonmangel sein (z.B. Testosteron).
Testosteron ist eines der wichtigsten Hormone des Mannes (Sexualhormon). Es wird über einen Steuerungsmechanismus im Gehirn in den Hoden gebildet und in das Blut abgegeben. Es dient in jeder Lebensphase als sog. Botenstoff’ für wichtige Vitalfunktionen.

Diagnostik

  • Testosteron-check im Blut
  • weitere Untersuchungen
  • ein Beratungsgespräch zur Diagnosefindung
    Weitere Infos hier:


Männersache – Die Prostata (gutartige Vergrößerung)

Die Prostata (Vorsteherdrüse) gehört zu den Sexualorganen des Mannes, liegt unterhalb der Harnblase und umschließt ringförmig die hintere Harnröhre. Altersabhängig kann das stetige Wachstum der Drüse zu Problemen und Krankheitsbildern im unteren Harntrakt des Mannes führen (gutartige [BPH] bzw. bösartige Prostataerkrankung [PCA]).

Beschwerden:

  • Schwacher Harnstrahl
  • Restharn mit rezidivierenden Infekten
  • Nachträufeln
  • Häufiger Harndrang
  • Häufiges nächtliches Wasserlassen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Urinverlust (Überlaufblase)
  • Sichtbares Blut im Urin
  • Harnverhalt

Diagnostik:

  • Körperliche Untersuchung
  • Urin und Laboruntersuchung incl. PSA
  • Harnstrahlmessung
  • Ultraschall
  • Röntgen
  • Endoskopie (Blasenspiegelung)

Therapie:

  • Medikamentös: So lange wie möglich
  • Operation: Endoskopisch (TUR, LASER, Vaporisation, TUNA etc.)
    Offene Prostataoperation (Bauchschnitt)


Nach Ausschluss einer bösartigen Prostataerkrankung (s. PCA) beraten wir sie individuell über sämtliche Therapiemöglichkeiten innerhalb der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH). In der Regel beginnt die Behandlung mit der Rezeptur geeigneter, moderner Medikamente (alfa-1 Rezeptorenblocker und/oder 5-alpha Reduktasehemmer etc.). Sollte diese Medikamente oder deren Kombination keine Abhilfe Ihrer Beschwerden erzielen, würden wir mit Ihnen die modernen, operativen Therapiemöglichkeiten besprechen.

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Blut im Urin (Mikro-, Makrohämaturie)

Blut im Urin, ob sichtbar (makro) oder nur unter dem Mikroskop (mikro), schmerzlos oder verbunden mit Beschwerden im oberen und unteren Harntrakt ist eines der wichtigsten Leitsymptome des urologischen Fachgebietes.

Krankheiten:

  • Nierentumor
  • Nierenbeckentumor
  • Nierenentzündung
  • Nierenstein
  • Nierencyste, Cystenniere
  • Tuberkulose
  • Harnleitertumor
  • Harnleiterstein
  • Blasentumor
  • Blasenstein
  • Blasenentzündung
  • Prostatavergrößerung (BPH, PCA)
  • Prostataentzündung
  • Harnröhrenenge
  • Harnröhrenstein
  • Harnröhrenentzündung


Diagnostik:

  • Körperliche Untersuchung
  • Urinuntersuchung incl. Urinsedimemt
  • Laboruntersuchungen incl. PSA
  • Ultraschall
  • Röntgen
  • Endoskopie (Spiegelung: Blase, Harnleiter, Nierenbecken)

Es besteht solange der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung bis der Tumor oder das Gegenteil innerhalb der Untersuchungen gefunden bzw. ausgeschlossen wurde.

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Nieren-Flanken-Leistenschmerz (Kolik, Übelkeit, Erbrechen)

Die Behandlung des Steinleidens ist ein weiter Schwerpunkt des urologischen Fachgebiets. Kolikartige (wellenförmige) Schmerzen im Rücken, Nierenregion, Flanke, Leistengegend bis hin zum äußeren Genital ist ein Leitsymptom in der Urologie und erste Hinweise auf diese Stoffwechselstörung.

Beschwerden:

  • Dumpfe Lumbalschmerzen
  • ‚Kreuzschmerzen’
  • Heftige, wellenförmige Schmerzattacke (Steinkolik), Unruhe, Übelkeit. Brechreiz, Darmträgheit
  • Blut im Urin (sichtbar/nicht-sichtbar)
  • Verstärker Harndrang bei tiefen Steinen
  • Fieber, Schüttelfrost bei infizierter Steinerkrankung u. Harnstau
  • Steinabgänge mit Schmerzen in der Harnröhre
  • Beschwerden beim Wasserlassen bei Blasenstein

Diagnostik:

  • Körperliche Untersuchung.
  • Urinuntersuchung incl. Urinsediment
  • Blutuntersuchung
  • Ultraschall
  • Röntgen
Therapie:
  • Konservativ-medikamentös-Bewegung-Volumen
  • ESWL
  • Endoskopisch (Laserzertrümmerung, mechanisch)
  • Offene Operationen
  • Rezidivprophylaxe
  • Ernährungsberatung



Die Behandlung ist generell abhängig von Form, Lage und Größe des Steines. Infizierte Harnstauungsnieren bei blockierendem Harnleiterstein mit Fieber, Schüttelfrost und Infektzeichen müssen notfallmäßig behandelt werden. Ansonsten ist das primäre Ziel zunächst die Schmerzfreiheit des Patienten. Die weitere Steintherapie richtet sich nach Steingröße und Lokalisation.

Auszuschließen sind (Auswahl):

  • Gallenkolik,
  • Hinterwandinfarkt
  • Niereninfarkt
  • Akute Nierenentzündung
  • Aortenaneurysma
  • Appendicitis
  • Darmdiverikel
  • Ovarialcysten (gedreht)
  • Hodentorsion
  • Tumore

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Tastbare, schmerzlose Verhärtung am Hoden

Bösartige Neubildungen am Hoden (Hodenkrebs) betreffen etwa 2% der jungen Männer in Deutschland. Der Altersgipfel liegt bei 17-35 Jahren. Risikogruppen sind u.a. junge Männer mit Hodenfehllagen bei der Geburt (Pendel-, Leistenhoden). Erschwert wird die Diagnostik durch einen verspäteten Arztbesuch, da Hodentumore nicht schmerzhaft an Größe zunehmen.

Beschwerden:

  • In der Regel keine!
  • Schmerzlose, tastbare Verhärtung am Hoden (Zufallsbefund)
    Größenzunahme des Hodens
  • Brustdrüsenschwellung beim Mann
  • Begleit-Wasserbruch, - Nebenhodenentzündung (selten)
  • Unklare Bauchschmerzen
  • Gewichtsabnahme
  • Luftnot bei Lungen-Tochtergeschwülsten (Metastasen)
  • Harnstauungsnieren bei großen Tochtergeschwülsten (Metastasen)


Diagnostik:

  • Körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchung, Hodentumormarker
  • Ultraschall
  • Röntgen
  • Operative Hodenfreilegung, Inspektion, Biopsie

Therapie:

  • Operativ: Hodenentfernung, Lymphknotenresektion
  • Medikamentös: Poly-Chemotherapie
  • Bestrahlung: Lymphabflusswege


Die Behandlung von bösartigen Neubildungen des Hodens (Hodenkrebs) erfolgt streng nach den international geltenden Leit-, bzw. Richtlinien. Die Behandlung und Folgetherapie richtet sich an der Tumorgröße, Tumoraggressivität, Tumorhistologie, nach dem Ausmaß möglicher Metastasierung, Höhe der Tumormarker). Hodenkrebs ist einer der wenigen Carcinome, die heute für immer heilbar sind, auch wenn schon Tochtergeschwülste (Metastasen) bei der Diagnose festgestellt werden.

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